AOK-gesundheitstipp: Warum es sich nicht lohnt, krank zur Arbeit zu gehen

Der Husten quält, die Stirn glüht, Kopf und Glieder- schmerzen, der Kreislauf macht schlapp – doch statt mit einem Erkältungsinfekt oder einer anderen Erkrankung zu Hause zu bleiben, gehen viele Beschäftigte in Deutschland zur Arbeit. „Dann spricht man von Präsentismus. Damit tun Arbeitnehmer aber weder sich noch ihrem Betrieb einen Gefallen“, sagt Klaus Zok, Studienleiter im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO).

Dass Erwerbstätige trotz gesundheitlicher Probleme an ihrem Arbeitsplatz erscheinen, ist in Deutschland weit verbreitet. So gaben in einer repräsentativen Befragung des WIdO etwa zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Erwerbstätigen an, im vergangenen Jahr mindestens einmal zur Arbeit gegangen zu sein, obwohl sie sich richtig krank gefühlt hätten. Mehr als die Hälfte (56,6 Prozent) wartete bis zum Wochenende, um sich auszukurieren. Jeder Fünfte (20 Prozent) nahm für die Genesung sogar Urlaub. Und jeder Dritte (33,6 Prozent) ging weiter seiner beruflichen Tätigkeit nach, obwohl der Arzt davon abgeraten hatte. Für die Studie, die im ‚Fehlzeiten-Report 2014‘ veröffentlicht ist, befragte das WIdO im Januar und Februar 2014 insgesamt 2.011 Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren.

Doch warum gehen Beschäftigte krank zur Arbeit? „Bei manchen steckt möglicherweise Angst vor dem Jobverlust dahinter“, so Klaus Zok vom WIdO weiter.

„Dabei ist den Beschäftigten höchstwahrscheinlich nicht bewusst, dass dieses Verhalten das Unternehmen möglicherweise mehr kostet und auch das Risiko von Folgeerkrankungen in den folgenden Jahren steigen kann“, schätzt Zok. Das legen verschiedene Untersuchungen nahe. Einen Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse liefert eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit dem Titel ‚Präsentismus. Ein Review zum Stand der Forschung‘.

Gesundheitsförderung (BGF) sein, bei der die AOK Unternehmen unterstützt. Dabei analysieren AOK-Experten die gesundheitliche Situation und entwickelt gemeinsam mit dem Unternehmen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Die Lösungsansätze sind vielfältig. Dazu können etwa eine besser betriebliche Verpflegung, Stressmanagement, eine gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung oder die Verringerung von arbeitsbedingten körperlichen Belastungen gehören. Beschäftigten-Befragungen des WIdO zeigen, dass in Betrieben, die BGF anbieten, die Mitarbeiter seltener krank zur Arbeit kommen oder wegen Krankheit ausfallen als in Firmen, die das nicht tun.

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