6. Sinfoniekonzert »Zauberwelt Italien« des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck

Zu Gast ist die israelische Pianistin Dorel Golan

Am 25. und 26. März präsentiert das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck beim 6. Sinfoniekonzert »Zauberwelt Italien« in der Musik- und Kongresshalle Musik von Hector Berlioz, Camille Saint-Saëns und Richard Strauss. Die Musikalische Leitung übernimmt der ehemalige GMD Ryusuke Numajiri. Der ursprünglich vorgesehene Kommissarische GMD Andreas Wolf muss wegen einer Erkrankung das Dirigat für dieses Konzert übergeben. Einer, der sich von der ungeahnten Welt jenseits der Alpen verzaubern ließ, war Hector Berlioz. Als der 27-jährige Komponist 1830 den Rompreis gewann und nach Italien reiste, sammelte er dort Eindrücke, die ihn noch Jahre später inspirieren sollten, z. B. zu seiner Konzertouvertüre »Der römische Karneval« von 1843/44. Hierfür verwendete Berlioz Teile aus seiner Oper »Benvenuto Cellini«. So stammt etwa der feurige Saltarello ursprünglich aus dem zweiten Bild, in dem Berlioz dem ausgelassenen römischen Karnevalstreiben inklusive Gesang und Tanz auf der Piazza Colonna ein Denkmal setzte. Der »Römische Karneval« blieb Berlioz sein Leben lang die »liebste Partitur. Camille Saint-Saëns wiederum reiste ebenfalls mehrfach nach Italien, zeigte sich ähnlich fasziniert von der Person Benvenuto Cellinis und gab dort als Pianist mehrere Konzerte. Seine fünf Klavierkonzerte schrieb er alle für den Eigengebrauch, und man kann daran ermessen, welch ein brillanter Virtuose er gewesen sein muss. Insbesondere das Vierte Klavierkonzert c-Moll zählt nicht nur zu seinen erfolgreichsten Werken überhaupt, sondern ist im Klavierpart durch geradezu bravourhafte Passagen geprägt, die das 1875 uraufgeführte Konzert zu einem Glanzstück für jeden Solisten machen.


Eindrücke einer Italienreise waren auch der Ausgangspunkt für Richard Strauss’ Sinfonische Dichtung »Aus Italien« von 1887, mit der der junge Komponist sich bewusst auf den Spuren von Berlioz bewegte. Umso wichtiger war es Strauss, eine authentische Atmosphäre zu erzeugen: So entwerfen die einzelnen Sätze »Auf der Campagna«, »In Roms Ruinen« und »Am Strande von Sorrent« nicht nur bildhafte Skizzen, die durch ihre Emotionalität bei jedem Hörer entsprechende Assoziationen hervorrufen – gekrönt wird das Werk durch den letzten Satz, in dem Strauss dank des berühmten »Funiculì-funiculà« ein neapolitanisches Volksfest heraufbeschwört.


Hector Berlioz (1803-1869) Konzertouvertüre »Der Römische Karneval«
Camille Saint-Saëns (1835-1921) Klavierkonzert Nr. 4 c-Moll op. 44
Richard Strauss (1864-1949) »Aus Italien« Sinfonische Phantasie für großes Orchester op. 16
Dirigent Ryusuke Numajiri, Klavier Dorel Golan.


Konzerte 25.3., 11:00 Uhr · 26.3., 19:30 Uhr, Musik- und Kongresshalle.
Theaterkasse 0451/399 600, Kartenkauf online www.theaterluebeck.de.

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