„Grenzenlos erfolgreich?“ geht in die dritte Runde

Wirtschaftspolitische Diskussionsreihe wird am 28. März 2018 fortgesetzt – Kathrin Menges, Prof. Dr. Meinhard Miegel und Tobi Rosswog sprechen über nachhaltigen Konsum – Abend im Europäischen Hansemuseum wird moderiert von Prof. Dr. Christian Berg

„Grenzenlos erfolgreich? Internationaler Handel im Diskurs“ ist die wirtschaftspolitische Veranstaltungsreihe des Europäischen Hansemuseums, bei der mit renommierten Persönlichkeiten über verantwortungsvolles Wirtschaften diskutiert wird. Am Mittwoch, den 28. März wird unter dem Titel „Ich konsumiere, also bin ich?“ das Thema nachhaltiger Konsum in den Fokus gerückt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie stark der Konsum das Denken und Sein innerhalb unserer Gesellschaft bestimmt. Wir alle sind Verbraucherinnen und Verbraucher. Definieren wir uns über das, was wir kaufen, genießen, verbrauchen? Was genau verbrauchen wir? Können wir uns diesen Verbrauch noch leisten?
Wird »Verbraucher« vielleicht bald ein Schimpfwort? Gibt es überhaupt so etwas wie nachhaltigen Konsum?

Für das Podiumsgespräch konnte das Museum erneut überaus hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen. Kathrin Menges ist Mitglied im Vorstand von Henkel, einem der nachhaltigsten Konsumgüterhersteller in Deutschland. In ihrer Rolle verantwortet sie die Themen Personal, Infrastructure Services und Nachhaltigkeit; zudem ist sie Mitglied im Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung. Prof. Dr. Meinhard Miegel ist Sozialwissenschaftler und Wachstumskritiker; er leitet seit 2017 die Stiftung kulturelle Erneuerung in München. Tobi Rosswog ist Aktivist, Karriereverweigerer und praktizierender Konsumkritiker. Er lebte jahrelang geldfrei und lädt als Mitbegründer von living utopia dazu ein, außerhalb der Box zu denken und zu handeln.

Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Christian Berg von der Universität zu Kiel – ergänzt durch ein „Streiflicht“ aus der Geschichte von Dr. Angela Huang, Leiterin der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO). Im Anschluss an das Podiumsgespräch ist eine rege Beteiligung des Publikums ausdrücklich erwünscht.

Beginn der Podiumsdiskussion ist um 19:00 Uhr im Saal „La Rochelle“, der Eintritt ist frei. Anmeldungen werden gerne unter invitation@hansemuseum.eu oder 0451 80 90 99 0 entgegen genommen.

Die Reihe wird im Herbst 2018 mit weiteren Podiumsdiskussionen fortgesetzt.

Vitae
Kathrin Menges war Lehrerin für Englisch und Russisch und wechselte 1992 als Personalverantwortliche zur Bankgesellschaft Berlin. Seit 1999 arbeitete sie in verschiedenen Führungspositionen im Personalbereich bei dem globalen Konsum- und Industriegüterkonzern Henkel, wo sie seit 2011 im Vorstand für die Themen Personal und Infrastructure Services verantwortlich ist. Sie ist Vorsitzende des Henkel Sustainability Councils und Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Prof. Dr. Meinhard Miegel studierte in Frankfurt/Main und Washington, D.C. Philosophie, Soziologie und Rechtswissenschaften. Er war zunächst als Anwalt, in der Wirtschaft und dann als Politikberater tätig. Von 1977 bis 2008 leitete er das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft, von 1992 bis 1998 war er darüber hinaus Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Leipzig. Von 2007 bis 2016 war er Vorstandsvorsitzender der Stiftung Denkwerk Zukunft. Seit 2017 leitet er die Stiftung kulturelle Erneuerung in München.

Tobi Rosswog ist Aktivist, Karriereverweigerer und praktizierender Konsumkritiker. Er lebte jahrelang geldfrei und stellt die Frage nach Suffizienz individuell und kollektiv: Was brauchen wir wirklich für ein gutes Leben? Seine Erfahrungen teilt er in rund 100 Vorträgen im Jahr, per Newsletter und in Videoclips auf Youtube. Als Mitgründer des Projekt- und Aktionsnetzwerks living utopia lädt er ein, außerhalb der Box zu denken und zu handeln.

Prof. Dr. Christian Berg arbeitete als Unternehmensberater bei SAP und lehrt heute zum Thema Nachhaltigkeit an den Universitäten Clausthal, Saarbrücken und Kiel. Immer wieder ist er dazu auch in der Politikberatung tätig, so etwa 2011/2012 in der Arbeitsgruppe »Nachhaltiges Wirtschaften und Wachstum« im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin.

Die Wirtschaftshistorikerin Dr. Angela Huang promovierte an der Universität Kopenhagen mit einer Arbeit zum hansischen Handel. Anschließend forschte sie dort und an der London School of Economics zu vormodernen Waren- und Finanzmärkten. Seit Juli 2017 ist sie Leiterin der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO) am Europäischen Hansemuseum.

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