So gut sind die Zoos in Schleswig-Holstein: Naturerlebnisstätte Wildpark Eekholt in Großenaspe bundesweit auf Platz 22

Welche Zoos, Tier- und Vogelparks sowie Aquarien und Exotarien sind die beliebtesten im ganzen Land? Und welche sind weniger populär? Zum Start der Schönwetter-Saison hat das Verbraucherportal Testberichte.de 160 Tiergehege mit knapp 240.000 Tieren genauer angeschaut und über 420.000 Kundenmeinungen ausgewertet. Herausgekommen ist Deutschlands ultimatives Zoo-Ranking.

Gewinner: Zoo Leipzig, Heimat-Tierpark Olderdissen und Vogelpark Marlow

Bei Besuchern am beliebtesten ist der Zoo in Leipzig, der zu den artenreichsten und bekanntesten Zoos Deutschlands zählt und mit 4,7 Sternen (von möglichen 5) bei gut 21.000 Bewertungen am besten abschneidet. Besucher freuen sich vor allem über die Tropenhalle “Gondwanaland” und viel Platz für die Tiere sowie die Weitläufigkeit der gesamten Anlage, außerdem die Kinderspielplätze und das nahegelegene Parkhaus. Insgesamt sei das Preis-Leistungs-Verhältnis trotz des vergleichsweise hohen Eintrittspreises gut. Dicht dahinter folgt an zweiter Stelle im Ranking der Heimat-Tierpark Olderdissen in Bielefeld mit ebenfalls 4,7 Sternen bei über 5.000 Bewertungen. Er ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Die Besucher loben insbesondere den Streichelzoo und die Möglichkeit, Tiere zu füttern, darüber hinaus die Spielstätten sowie das gute Essen und insgesamt das saubere und gepflegte Areal. Platz 3 im Ranking geht an den Vogelpark Marlow im Landkreises Vorpommern-Rügen (4,7 Sterne, mehr als 3.000 Bewertungen). Nach einer Schneekatastrophe im letzten Jahr ist der Vogelpark mit neuen Volieren in die Saison gestartet und feiert 2019 sein 25-jähriges Jubiläum. Besucher sind begeistert von den Flugshows mit Geiern, der Nähe zu den Tieren (nicht nur Vögel) und den Spielgeräten für alle Altersgruppen.

Verlierer: Eifel-Zoo in Lünebach, Tierpark Klingenbach (Sachsen) und Fasanerie Groß-Gerau (Hessen)

Der Eifel-Zoo in Lünebach belegt mit 3,2 Sternen und fast 350 Bewertungen den letzten Platz auf der Beliebtheitsskala deutscher Zoobesucher. Mitverantwortlich für die schlechten Kritiken ist eine Flutkatastrophe im Juni 2018. Besucher beklagen insbesondere die ihrer Meinung nach gleichbleibend hohen Eintrittspreise, obwohl der Zoo noch nicht wieder überall zugänglich und der Tierbestand geschrumpft ist. Der in Sachsen liegende Tierpark Klingenthal landet mit 3,7 Sternen bei rund 250 Bewertungen auf dem vorletzten Platz. Mit 2,5 Hektar Fläche gehört er zu den kleineren Zoos in Deutschland. Überregional bekannt wurde er durch Deutschlands größten Grizzlybären Taps, der bis 2002 dort lebte. Besucher bemängeln, der Park sei nicht mehr zeitgemäß und die Tiere machten einen traurigen Eindruck. Auch die Fasanerie im hessischen Groß-Gerau findet nicht den Zuspruch aller Besucher und landet mit durchschnittlichen 3,8 Sternen bei gut 350 Bewertungen auf dem drittletzten Platz. Besucher kritisieren den schlechten Zustand der Gehege, es gäbe zu wenig Personal und einen schrumpfenden Tierbestand.

Berliner Zoo ist am ältesten, hat die meisten Tiere und wurde am häufigsten bewertet

Gleich vier Superlative weist der Berliner Zoo auf: Er ist am ältesten (1844 eröffnet), beherbergt die meisten Tiere (über 20.000) und hat nach eigenen Angaben sogar weltweit die meisten Tierarten (1.500). Außerdem wurde er bisher knapp 25.000 mal im Internet bewertet. Mit 32 Hektar ist er allerdings nicht der größte Zoo. Mit jeweils 220 Hektar sind der Wild- und Erlebnispark Daun in Rheinland-Pfalz und der Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen die größten Einrichtungen.

Große Unterschiede: Von kostenlos bis 34,50 Euro pro Tag

Der Serengeti-Park (Platz 35, 4,5 Sterne, 10.000 Bewertungen) ist auch am teuersten: Erwachsene zahlen 34,50 Euro Eintritt, Kinder 27,50 Euro. Allerdings ist der Safari-Park gleichzeitig ein Freizeitpark, wie auch die ähnlich teuren Safariland Stukenbrock und Eifelpark (32,50 bzw. 26.50 Euro für Erwachsene). Bei reinen Zoos langt der Zoo Osnabrück am kräftigsten zu (Erwachsene 23,50 Euro). In 13 Städten kosten die Zoos dagegen überhaupt keinen Eintritt. Sie finanzieren sich manchmal über Parkgebühren oder bitten ihre Besucher um Spenden. Zu den kostenlosen Einrichtungen zählen Bielefeld, Cuxhaven, Hildesheim, Kassel, Lutherstadt Wittenberg, Mainz, Merzig, Neuschönau, Oberhausen, Recklinghausen, Weeze und Wiesbaden.

Informationen zur Auswertung von Testberichte.de

Untersucht wurden Zoos, die Mitglied im Verband der Zoologischen Gärten e.V. oder der Deutschen Tierpark Gesellschaft bzw. bei zoo-infos.de als “Zoo” oder “Tierpark” aufgeführt sind. Grundlage der Auswertungen waren alle verfügbaren Google-Rezensionen (Minimum: 100 Bewertungen). Bei gleichem Bewertungsschnitt wurde nach der Anzahl der Bewertungen gewichtet - je mehr, desto besser. Wurden zwei Google-Einträge zur selben Einrichtung gefunden, wurde der Eintrag mit mehr Bewertungen berücksichtigt. Das Ranking enthält neben den Bewertungen weitere Informationen zum Gründungs- bzw. Eröffnungsjahr (im Zweifel das frühere Jahr) sowie zu Anzahl der Tiere und Tierarten. Da diese Zahlen je nach Quelle häufig voneinander abweichen, haben wir folgende Reihenfolge bei den Quellen gewählt (wenn keine Angaben gefunden wurden, wurde die nächstfolgende Quelle verwendet): vdz-zoos.org, Internetpräsenz des Zoos, zoo-infos.de, Wikipedia. Die angegebenen Preisen für Erwachsene, Kinder und Familien stammen grundsätzlich von den Internetpräsenzen der Zoos.

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