Wochen der GUTEN NACHBARSCHAFT in Lübeck

Veranstaltungen zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“

Fuat Saka

Antirassistische Kulturtage in Lübeck haben auch in diesem Jahr das Ziel, den Gedanken der Vielfalt und des Friedens mit den Mitteln der Sprache, der Kultur und Kunst der Argumente in öffentlichen Veranstaltungen zum Thema zu machen.
Noch nie gab es so viel Solidarität und Gegenwehr, um dem Hass und der Diskriminierung entgegenzuwirken. Gleichzeitig schüren Populisten Ängste und Terror gegen Minderheiten und Andersdenkende oder verüben, vom Hass getrieben, Anschläge auf Einrichtungen und Flüchtlingsunterkünfte. Auch im Jahr 2019 ist menschenfeindliche Stimmungsmache leider keine Randerscheinung.


Unter dem Motto "Gemeinsam Vielfalt leben - Courage zeigen", finden nachfolgende Veranstaltungen in Lübeck statt:

 

10. März, 14:00 Uhr, (Einlass 13:30 Uhr), Eröffnungskonzert Eröffnungsveranstaltung im Rathaus Lübeck im Audienzsaal, musikalisch umrahmt vom Chor der Alevitischen Gemeinde Lübeck und Fuat Saka und Band in CONCERT mit traditionellen anatolischen Wurzeln und Einflüssen moderner europäischer Musik und aus der Schwarzmeer-Region. - Für das Konzert ist eine Anmeldung erforderlich!

 

14.3.19, 18:00 Uhr, Jam-Session -Grenzen überwinden macht stark- Jam der Kulturen für Solidarität im Haus der Kulturen, Parade 12
Das Internationale Kulturcafé lädt Musikerinnen und Musiker zur Jam-Session ein. Menschen aus vielen Kontinenten treffen sich zum Musizieren einmal um die ganze Welt. Die Musikinstrumente erklingen in den unterschiedlichsten Tönen, laut und bestimmt für Vielfalt, Solidarität und Freundschaft, begleitet mit mehrsprachigem Gesang. Komm vorbei und spiele mit!
Ob Gitarre, Ukulele, Keyboard, Gesang oder vielleicht Tanz, ist ganz egal. Wir musizieren gemeinsam, BEWEGEN uns, und wir können auch einige Instrumente zur Verfügung stellen. 

 

19.3.19, 18:00 Uhr -Solidarisch gegen den Hass- Podiumsgespräch im Haus der Kulturen, Parade 12, zu Ausgrenzung und Diskriminierung, aber auch über die Perspektive einer rassismusfreien Einwanderungsgesellschaft mit dem Konzept „Lernziel Gleichwertigkeit“ u.a. mit der Servicestelle „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Lübeck,
dem Landes Demokratiezentrum Schleswig-Holstein
der Initiative Stolpersteine für Lübeck
dem Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck.
dem samo.fa Lübeck
dem Bundesverband NEMO (Referentin Anti Diskriminierungspolitik).
Für die Integration ALLER in eine Einwanderungsgesellschaft spielen gerade auch Migrantenorganisationen eine entscheidende Rolle. Wie aber kann die Partizipation gestärkt werden?

 

Fuat Saka

21.3.19, 18:00 Uhr 
Gemeinsame Veranstaltung – zum Internationalen Tag gegen Rassismus
I. Teil: Netzwerktreffen mit Migrantenorganisationen und Gewerkschaften
Zum Thema „Gleichberechtigung, Antidiskriminierung und gemeinsame Arbeit für demokratische Strukturen in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland. “Das Netzwerktreffen stellt Fragen auch zum Thema Gleichstellung. 
Für alle, die sich schon immer mal gefragt haben, was die Gewerkschaftler eigentlich so für Vielfalt – für Solidarität gegen den Hass – für Gleiche Rechte machen; andere Verdi sowie DGB Gewerkschaftler*innen, Funktionäre und Mitglieder kennenlernen wollen oder sich fragen, wie sie sich engagieren können. Einwanderungsgewerkschaft DGB und Mitgliedsorganisationen, unter Anderem ver.di, IG – Metall, NGG sowie GEW, IG BAU, EVG, IG BCE, GdP. 
Wie lässt sich eine Einwanderungsgesellschaft gestalten?

 

II. Teil (ca. ab 19:00 Uhr): „Schleswig-Holstein spricht... über Rassismus“

Unter diesem Motto wird am Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.3. an zehn verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein ein Dialog zum Thema Rassismus stattfinden. In Lübeck findet diese Aktion des AWO Landesverbandes SH in Kooperation mit dem Haus der Kulturen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen im Rahmen eines Dialog-Dating ins Gespräch zu kommen über Fragen wie „Wer ist von Rassismus betroffen?“ oder „Was können wir gegen Rassismus tun? “Die Aktion wird moderiert durch das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck.

Meldet euch bitte an (peter.junk@verdi.de) oder (ikb@hausderkulturen.eu) erlebt einen spannenden Abend mit uns. 

Wir freuen uns auf euch!

 

27.3.19, 18:00 Uhr – Ein Abend zum „Gedenkort Gestapozellen“
Schon seit längerem bemüht sich das Haus der Kulturen zusammen mit der Initiative gegen das Vergessen, dem CSD Lübeck und der Initiative Stolpersteine für Lübeck, das Augenmerk der Öffentlichkeit auf einen authentischen Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu lenken.
Das Zeughaus als einstiges Polizeipräsidium der Hansestadt Lübeck war während des Nationalsozialismus auch Sitz der Gestapo und damit Ort brutaler Verhöre und Misshandlungen unzähliger Menschen. Noch immer sind die damaligen Verwahrzellen im Keller des Gebäudes unverändert erhalten. Hier endlich einen würdigen Gedenkort entstehen zu lassen, damit könnte die Stadt Lübeck ihrer historischen Verantwortung in einem deutlich höheren Maße als bislang gerecht werden.
Am Abend des 27. März 2019 wird ein von der Künstlergruppe Esperanza gestaltetes Schild und Kunstinstallation beim Interkulturellen Kräutergarten auf den zukünftigen „Gedenkort Gestapozellen“ aufmerksam machen. Eine Begehung des Zellentraktes soll sich anschließen. Der Historiker Dr. Wolfgang Muth wird in einem Kurzvortrag die Bedeutung des Ortes umreißen. In einem Ausschnitt des Films von Linde Fröhlich und anderen: „ ...und hätten die Freiheit nicht wiedergesehen. Drei Lübecker im Widerstand“ schildern Betroffene, was ihnen an diesem Ort widerfahren ist. Anschließend ist Gelegenheit zu Gesprächen und zur Besichtigung einer Ausstellung „Vorurteile und Vielfalt“ der Künstlergruppe Esperanza, die dann bis Ende April im Haus der Kulturen, Parade 12, zu besichtigen sein wird.
Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen des Interkulturellen Kräutergarten am Dom möchten alle Beteiligten ein Zeichen setzen für eine offene, tolerante und freie Gesellschaft und die Wahrung der Menschenrechte.

 

Veranstalter: Interkulturelle Begegnungsstätte - Haus der Kulturen, gemeinsam mit ver.di Bildung LBZ Nord, in Zusammenarbeit mit der Akademie der Vielfalt, Alevitische Gemeinde Lübeck, dem CSD Lübeck, der Initiative Stolpersteine für Lübeck und AWO Landesverband SH, Bundesverband Netzwerk von Migrantenorganisationen NEMO
gefördert von House of Resources Lübeck, Demokratie Leben und samo.fa Lübeck.
#wirsindviele

« Veranstaltungen März 2019 im Europäischen Hansemuseum Match unter Golfern und Nichtgolfern „nearest to the pin“ »