4. Kammerkonzert »Beethoven und Schostakowitsch« – Werke von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch

Montag | 7.3.16 | 19:30 Uhr | Rathaus Lübeck | Audienzsaal

Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch gelten zu Recht als »Klassiker« in ihrer jeweiligen Zeit, beschritten sie doch beide kompositorische Pfade, die sich für den Verlauf der Musikgeschichte als revolutionär erwiesen haben. Eine spannende Auseinandersetzung mit dem kammermusikalischen Werk des Wiener Klassikers Beethovens und des »Klassikers der Moderne«  Schostakowitsch ergibt sich durch die Gegenüberstellung zwei ihrer Klaviertrios.

Beethoven schrieb sein Trio in einer sehr beflügelten Schaffensphase, etwa zeitgleich mit der 5. und 6. Sinfonie, der »Coriolan«-Ouvertüre und dem 5. Klavierkonzert, die sowohl beim Wiener Publikum als auch bei der Kritik auf höchste Zustimmung stießen. Das Trio ist von durchweg heiterem, tänzerisch anmutendem Charakter, aber dennoch virtuos und technisch anspruchsvoll, wie Beethovens Zeitgenosse E.T.A. Hoffmann anerkennend feststellte. In starkem Kontrast dazu steht Schostakowitschs Trio – entstanden unmittelbar nach dem frühen Tod des Musik- und Literaturwissenschaftlers Iwan Sollertinski, mit dem er eng befreundet war.

Schostakowitsch äußerte sich kurz nach dem Tod: »Das Unglück, das mich traf, als ich vom Tode Iwan Iwanowitschs erfuhr, kann ich nicht in Worte fassen«. All das, was er mit Worten nicht ausdrücken konnte, hat er in die Musik gesetzt. Entstanden ist das Klaviertrio Nr. 2 e-Moll als leidvolle Klage und tragisches musikalisches Andenken an den Freund.


Violine Christina Reitemeier-Bruggaier, Violoncello Caroline Metzger, Klavier Barbara Martini.

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