24ter WeinSommer Rheinland-Pfalz in Lübeck – DER Treffpunkt für Weinfreunde und Genießer

Wenn der Rathausmarkt zur Weinoase wird, dann ist wieder WeinSommer in Lübeck. Das Sommer-High-light für Weinfreunde aus Lübeck und Umgebung steht bevor. Weingenießer und Weinmacher treffen sich in entspannter Atmosphäre. Man probiert, diskutiert und feiert in fröhlicher Runde.

 

Wann: 7.6. bis 10.6.2019

Freitag    16:00 bis 24:00 Uhr

Samstag    16:00 bis 24:00 Uhr

Sonntag    14:00 bis 24:00 Uhr

Montag     12:00 bis 20:00 Uhr

Wo: Markt

Wer: 13 Weingüter aus den Anbaugebieten Nahe, Mosel, Pfalz und Rheinhessen

 

Treffpunkt WeinSommer:

Probieren, informieren und genießen

 

PROBIEREN – aus der großen Vielfalt von rund 300 Weinen und Winzersekten.

INFORMIEREN – im direkten Gespräch mit dem Winzer Neues entdecken.

GENIESSEN –mit allen Sinnen! Gemeinsam genussvolle Stunden verbringen.

 

Das Programm:

 

Freitag, 7. Juni:

17:00 – 22:00 Uhr: 24ter WeinSommer Rheinland-Pfalz in Lübeck: Zur WeinSommer-Eröffnung präsentieren The Roadsters gelungene Interpretationen der größten Oldies und Evergreens.

Ab 18:00 Uhr: Mit einer lockeren Talkrunde und dem Entkorken der Methusalem-Sektflasche eröffnen die Mosel Weinkönigin Laura Gerhardt und Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer den WeinSommer auf dem Markt. Rathausmarkt

 

Samstag, 8. Juni:

Von 16:00 – 18:00 Uhr: Themenverkostung vor der Bühne mit der Mosel Weinkönigin Laura Gerhardt: „Cool Reds – leichte Rotweine kühl genossen“. Leichte, alkoholarme Weine sind der Trend und als Rotwein gekühlt getrunken ein echtere Sommerhit.

Von 18:00 Uhr – 22:00 Uhr: Die Jonesgang spielt Hits, die jeder kennt. Eine großartige Mischung von Evergreens, Klassikern und Fetenhits. Rathausmarkt

 

Sonntag, 9. Juni:

Ab 15:00 Uhr: „Geführt probiert“ – die Mosel Weinkönigin Laura Gerhardt begleitet Gäste bei der Weinprobe durch die Anbaugebiete und gibt charmant und kenntnisreich Auskunft.

Teilnahmekosten: 5,- Euro/pP, ca. 1 Std, Anmeldung: www.weinsommer.de/Luebeck

Von 18:00 Uhr – 22:00 Uhr: Mitreissender Rock´n´Roll und ausgefeilter drei stimmiger Harmoniegesang machen das Trio The Sinners aus Hamburg zu einem der besten Acts in diesem Genre! Rathausmarkt

 

Montag, 10. Juni:

Ab 12:00 Uhr: Was Sie schon immer über Wein wissen wollten - Winzer stehen „Rede und Antwort“.

 

Fragen rund um den Wein - und was man wissen sollte!

 

Welche Temperatur ist richtig?

Grundsätzlich gilt: Weißwein im Kühlschrank auf 7 bis 8 Grad Celsius kühlen, Rotwein am besten bei etwa 16 Grad Celsius anbieten. Um die unterschiedlichen Weine zur vollen Entfaltung zu bringen, kann man sich an folgende Empfehlungen halten:

• Sekt und Perlwein 8 – 10 ° C

• Junge, leichte Weißweine 9 - 11° C

• Reife, kräftige Weißweine 11 - 13° C

• Roséweine, Weißherbst 9 - 13° C

• Jugendliche, leichte Rotweine 14 - 16° C

• Reife, gehaltvolle Rotweine 16 - 18° C

• Gehaltvolle und sehr gerbstoffbetonte Rotweine, z.B. Barrique 18 - 20° C

Wein sollte niemals mit Eiswürfeln gekühlt werden, das verwässert.

Tipp: Lieber zur Kühlmanschette greifen.

 

Wann sollte Wein dekantiert werden?

Man unterscheidet Satz- und Umfüll-Dekantieren.

Alte Rotweine werden vorsichtig satz-dekantiert, um den Weinsatz in der Flasche zurückzuhalten.

Jüngere Rotweine erhalten durch schwungvolles Umschütten in eine Dekantierkaraffe Zufuhr von Sauerstoff und verlieren dadurch die herben Aromen und werden weicher und runder. Durch die Vergrößerung der Oberfläche können sich die feinen Duft- und Geschmacksstoffe besser entfalten. Daher sollte Rotwein immer aus einem volumigen Glas genossen werden.

Tipp: Probieren Sie den Wein direkt aus der Flasche und nach 1 bis 2 Stunden im Dekanter, dann erleben Sie die Entwicklung des Weines direkt mit.

 

… Schokolade

Für Weingenießer ist sie längst keine Revolution mehr - die Kombination von Wein und Schokolade. Was vor einigen Jahren noch fast undenkbar war, findet immer größeren Zuspruch. Dabei sollte man allerdings nicht nur beim Wein Wert auf die Qualität legen. Folgende Regeln sollte man kennen:

• Je höher der Kakaoanteil, desto trockener kann der Wein sein.

• Je höher der Tanningehalt im Wein, desto milder die Schokolade.

• Weiße Schokolade ist in Kombination mit halbtrockenen bis edelsüßen Weinen ein Genuss.

 

… Vegetarisch

Die vegetarische Bandbreite von frischer Rohkost, Aufläufen mit Käse oder herzhaften Gerichten aus Getreide und Hülsenfrüchten bietet je nach Zubereitung für alle Weinsorten einen entsprechenden Partner, z.B.:

• Frische Salate und mild gegartes Gemüse passen ausgezeichnet zu Silvaner, Weißburgunder oder gut gekühltem Weißherbst.

• Kartoffel-, Nudel- oder Gemüseaufläufe mit kräftiger Käsekruste vertragen einen kräftigen Riesling oder Spätburgunder.

• Zum nussigen Aroma von Getreidebratlingen harmoniert ein gehaltvoller Grauburgunder oder Dornfelder.

•Herzhafte Gerichte mit Linsen, Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten vertragen einen kräftigen Begleiter, z.B. Dornfelder oder Merlot mit leichtem Barrique.

In jedem Fall lohnt es sich, immer wieder neue Kombinationen von Wein und seinen Partnern zu probieren.

 

2018 achteten die Winzer besonders darauf, die Mostgewichte nicht zu hoch werden zu lassen, damit die Weine nicht zu schwer und alkoholisch werden. Steuern kann der Winzer die Höhe des Mostgewichts über einen früheren Lesezeitpunkt. Auf die Weingenießer warten im aktuellen Jahrgang ausgesprochen fruchtige Weißweine und farbintensive, vollmundige Rotweine.

 

Deutschland und die Welt

Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die Erntemenge für 2018 deutschlandweit mit etwa 10,7 Mio hl 42 Prozent über dem Vorjahr. Alle Anbaugebiete verzeichneten hohe bis sehr hohe Ertragsmengen. Für Rheinland-Pfalz liegt die Menge 46 Prozent über der Vorjahresmenge. Europaweit fällt die Ernte mit einem Minus von vier Prozent geringer aus als im Vorjahr.

 

Rheinland-Pfalz – Wein in Zahlen

Rheinland-Pfalz ist das Weinland Nummer 1 in Deutschland. Auf insgesamt rund 64.000 Hektar werden weiße Sorten angebaut, allen voran Riesling mit über 17.000 Hektar. Rund 20.500 Hektar sind mit roten Rebsorten bestückt. Hier dominiert der Dornfelder mit 7.400 Hektar.

In Rheinland-Pfalz erzeugen rund 10.000 Betriebe in 6 der 13 deutschen Anbaugebiete – Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein und Ahr – ca. 65 – 70 Prozent der gesamten deutschen Erntemenge. Im Durchschnitt werden im Bundesland zwischen 6 und 6,5 Mio Hektoliter Wein geerntet. Für 2018 wurde eine Erntemenge von 7,2 Mio Hektolitern erreicht nach 5,4 Mio Hektoliter in 2017. Rheinhessen – das größte deutsche Anbaugebiet – erntete 3,09 Mio Hektoliter (plus 57 Prozent). In der Pfalz wurden mit 2,7 Mio Hektolitern 27 Prozent mehr geerntet als 2017.

 

Wein sucht Partner...

 

Wein lässt sich selbstverständlich auch solo genießen. Der berühmte Kaminwein sei da nur ein Beispiel. Daneben gibt es allerdings eine Vielzahl von Gelegenheiten, bei denen Wein als Begleiter zum Essen fungiert oder als Hauptdarsteller einen Partner braucht. Damit man bei der Auswahl von Wein & … nicht völlig orientierungslos ist, sollte man ein paar Grundregeln kennen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Wein und Partner zunächst separat zu kosten und erst danach gemeinsam. Spannend ist auch der Geschmacksvergleich von mehreren Weinen zum gleichen Partner oder umgekehrt. So entstehen grandiose Kombinationen von Wein & …

 

….Käse

Genau wie beim Wein gibt es auch bei Käse eine große Vielfalt. Also heißt es, die passenden Akteure zusammen zu bringen, um beide perfekt in Szene zu setzen. Dazu sollte man folgende Regeln beachten:

• Weiche, cremige Käse vertragen mehr Säure.

• Harte Käsesorten mögen Wein mit mehr Gerbstoffen.

• Zu salzigen Käsen passen häufig edelsüße Weine, aber auch Weine mit kräftiger Säure.

• Zur gemischten Käseplatte den Wein passend zur kräftigsten Käsesorte wählen.

 

Was tun gegen Rotweinflecken?

Rotweinflecken sind meist hartnäckig und für den Verursacher oft unangenehm. Ganz wichtig: Rotweinfleck nicht trocknen lassen, sondern sofort mit säurehaltiger Flüssigkeit einweichen. Das kann Weißwein, Zitronensaft oder kohlesäurehaltiges Wasser sein. Auch das alte Hausmittel „Salz“ hilft. Auf den Fleck geben, einwirken lassen, danach auswaschen oder Teppich absaugen.

Tipp: Versuchen Sie nicht, Kleidungsstücke Ihres Gegenüber zu reinigen. Dies kann leicht peinlich werden. Lieber die Reinigungskosten übernehmen.

 

Welcher Verschluss ist besser für den Wein – Kork, Glas oder Schraub?

Für viele Weinfreunde ist der Korken noch immer ein Inbegriff der Weinkultur. Als Weinverschluss ermöglicht er eine natürliche Sauerstoffzufuhr, die sich positiv auf die Reife auswirkt. Einflüsse auf die Umwelt braucht der Weinkunde nicht zu fürchten. Korkeichen werden heute nachhaltig bewirtschaftet und sichern Arbeits-plätze. Gebrauchte Korken können gesammelt und wieder verwertet werden.

 

Seit 2003 gibt es den Glasverschluss „vino loc“ als Alternative. Er verschließt die Flasche absolut dicht. Damit verändert sich der Wein nicht weiter. Das Handling ist eher aufwändig. Daher wird der Glasverschluss im mittleren bis gehobenen Preissegment eingesetzt; Tendenz sinkend.

 

Schraubverschlüsse eignen sich besonders für trinkfertige Weine und Literflaschen und wurden lange Zeit vorwiegend in der Gastronomie eingesetzt, der ein-fachen Handhabung wegen. Mittlerweile hat der Schraubverschluss dank opti-scher Verbesserung auch im Privathaushalt Einzug gehalten.

 

Was ist ein blanc de noir?

Als blanc de noir bezeichnet man einen weißen Wein aus roten Trauben. Da der rote Farbstoff fast vollständig in der Beerenhaut zu finden ist, entsteht die Farbe erst durch den Kontakt von Saft und Schale. Je länger die Standzeit der Maische, desto intensiver wird die Farbe. Werden also die rote Trauben schonend gepresst und der Saft sofort abgezogen, erhält man einen hellen Saft, der die Intensität von Rotwein mit der Leichtigkeit eines Weißweins verbindet.

 

 Jahrgang 2018 – Ausnahmejahrgang für die Geschichtsbücher

 

Unglaubliche Qualität, rekordverdächtige Erntemenge – der Weinjahrgang 2018 lässt Winzer und Experten in höchsten Tönen schwärmen.

 

Dem wärmsten April seit Beginn der Wetteraufzeichnung, folgte Anfang Mai 2018 eine sehr frühe Rebblüte und ein enorm heißer und trockener Sommer. Für die Trauben bedeutete dies: perfekte Voraussetzungen. Schon mit dem Start der Weinlese staunten die Winzer über hocharomatische Moste und vollreife, kerngesunde Trauben. Schon am 6. August – so früh wie noch nie – begann die Lese. Von der Federweißenlese gingen die Winzer nahtlos in die Haupternte über, ungewöhnlich früh wurden auch schon Rotweine gelesen. Anfang Oktober meldeten sogar Spitzenwinzer „Weinlese abgeschlossen“ – zu einem Zeitpunkt, als vor wenigen Jahrzehnten die Weinlese in der Region überhaupt erst begonnen hätte.

 

Die Befürchtung, der trockene Sommer würde der Menge schaden, war grundlos. Im Gegenteil, brachten die Reben zur Überraschung vieler, Trauben von höchster Qualität und Menge hervor. Die Trockenheit habe der Reben- und Reifeentwicklung „rückwirkend betrachtet mehr genutzt als geschadet“, bilanziert das DWI: „Dank der trockenheißen Witterung präsentierten sich die Trauben bis in den Oktober hinein kerngesund, sehr aromatisch und hoch reif.“ Besonders die Rotweinsorten hätten vom sonnigen Sommer profitiert.

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